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Umjubelte Benefizkonzerte des Großenritter Musikzugs

13.02.2011 14:28
Alter: 10 Jahr(e)

37 Musikerinnen und Musiker des GSV Musikzuges begeisterten am 05. und 06. Februar 2011 ihr Publikum beim großen Benefizkonzert in der Großenritter Kreuzkirche.

Der Großenritter Musikzug unter der Leitung von Peter Cloos

Der Großenritter Musikzug unter der Leitung von Peter Cloos

Schlagzeug-Talent Maximilian Behmel nach seinem Solo

Schlagzeug-Talent Maximilian Behmel nach seinem Solo

Unter der Leitung von Peter Cloos hatte das Orchester monatelang auf die beiden Konzerte hingearbeitet. Umso erfreulicher war, dass die Kirche an beiden Tagen mehr als gut gefüllt war. Über 450 Zuhörer belohnten das Orchester an beiden Abenden mit stehenden Ovationen und großzügigen Spenden. Insgesamt kamen 1622 Euro zusammen, die zu gleichen Teilen der Renovierung der Großenritter Kirche und der Jugendarbeit des Großenritter Musikzuges zugute kommen.
Das abwechslungsreiche Konzertprogramm begann mit dem Choral „Ave Verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Die ergreifende Melodie wurde gefühlvoll vom Großenritter Musikzug interpretiert.
Im Anschluss begeisterte das Orchester mit der Bachkantate „Jesus bleibet meine Freude“. Die beiden Sätze hatte Peter Cloos eigens für den Musikzug arrangiert. Besonders die Holzblasregister überzeugten hier durch ihr präzises und gefühlvolles Spiel im triolischen 9/8-Takt.
Ein absoluter Höhepunkt des Konzertes war die rockige Interpretation von Bachs „Toccata in d-moll“. Hier verwandelte sich der Musikzug in eine imposante Orgel. Angetrieben von Kesselpauken und einem Schlagzeug-Beat steuerte die Toccata auf ein klanggewaltiges Finale zu.
Mit einem besonderen Klangerlebnis ging es weiter. Der Schlagzeug-Nachwuchs des Musikzuges hatte ein Solo-Stück vorbereitet. Mit Xylophonen und diversen Perkussionsinstrumenten spielten die sieben Kinder und Jugendlichen Dr. Faustus, ein Stück, das von Claudia Römer und Rainer Hartl, ihren Schlagzeuglehrern aus dem Kasseler Heeresmusikkorps, geschrieben wurde. Der Auftritt wurde mit viel Applaus belohnt, sodass sie sogar noch eine Zugabe zum Besten gaben.
Im Anschluss widmete sich der Musikzug Filmmusik aus dem Film Armageddon. Mit der Rock-Ballade „I don’t want to miss a thing“ (im Original von Aerosmith) konnte der Musikzug seine Vielseitigkeit hinsichtlich Musikstil, Tempo und Dynamik gefühlvoll unter Beweis stellen.
Rockig war auch der „Summernight“ Rock“, eine fetzige Komposition für Blasorchester, bei dem das Schlagzeug-Register (Tobias Kettler und Lukas Steins, 12 und 13 Jahre) überzeugend den treibenden Beat vorgab.
Der Rhythmus stand auch voll und ganz im Vordergrund beim faszinierenden Percussion-Solo von Maximilian Behmel. Das 17-jährige Schlagzeug-Talent des Großenritter Musikzuges spielte auf Kochtöpfen, einem Bügelbrett und mehreren Trommeln den virtuosen „Topftanz“. Mit dem anspruchsvollen Rhythmusfeuerwerk schaffte er es vor wenigen Monaten bis ins Bundesfinale von „Jugend musiziert“, wo er mit dem Prädikat „sehr gut“ abschnitt. Sein Auftritt in der Großenritter Kirche wurde mit minutenlangem Applaus belohnt.
Mit „Out Of Africa“ brachte der Musikzug die monumentale Filmmusik aus dem Film „Jenseits von Afrika“ nach Großenritte. Das ergreifende Werk mit komplexer Harmonik und Rhythmik zog die Zuhörer in seinen Bann.
Mit Filmmusik ging es weiter im Programm: Die Soundtrack-Highlights aus „Fluch der Karibik“ waren ein weiterer Höhepunkt des Konzertes. Alle Instrumentengruppen hatten solistische Passagen und schwierige Rhythmen zu meistern. Der langanhaltende Applaus zeigte, dass sich das intensive Üben gelohnt hatte.
Beim Kirchen- und Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ waren die Zuhörer eingeladen, mitzusingen. Gemeinsam mit dem Musikzug entstand so eine ganz besondere musikalische Atmosphäre innerhalb der guten Akustik der Kirche.
Mit drei Zugaben verabschiedete sich der Musikzug von seinem Publikum. Bei „Hornblowers Farewell“ (mit Marco Esser an der Trompete) verschmolzen Trompetensignale von der Empore harmonisch mit dem Orchesterklang des Musikzuges. Mit der schottischen Melodie „Highland Cathedral“ war Peter Wiens an der Oboe solistisch zu hören. Die ergreifende Melodie begann wie aus dem Nichts und steigerte sich über mehrere Minuten zu einem großen musikalischen Finale.
Stehende Ovationen und nicht enden wollender Applaus veranlassten den Musikzug, noch einmal das imposante Finale aus dem „Fluch der Karibik“-Medley zu spielen.
Die beiden Konzerte haben die Vielseitigkeit des Musikzuges eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zuhörer wie Musiker waren gleichermaßen angetan von den beiden gelungenen Konzertabenden.




Kategorie: Presse, Auftritte
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