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Besuch in Rußland 2000

01.06.2000 12:59
Alter: 20 Jahr(e)

Delegation des Großenritter Musikzuges in Russland

In Begleitung der Musikerin und Jaroslawl-Kennerin Heike Erythropel (Schauenburg), die als Dolmetscherin fungierte, starteten Abteilungsleiter Reiner Heine und der musikalische Leiter des Musikzuges vom GSV Eintracht Baunatal, Andreas Alschinger am 25. Mai um 9.37 Uhr mit dem ICE von Kassel-Wilhelmshöhe nach Frankfurt, wo man um 14.05 Uhr mit einer Aeroflot-Maschine in Richtung Moskau startete. Nach drei Stunden Flug kam man gegen 19.00 Uhr (2 Stunden Zeitverschiebung) in der russischen Hauptstadt an. Der Empfang dort war sehr herzlich, und man hatte schon nach kurzer Zeit das Gefühl "unter Freunden" zu sein.
Unterbrochen von zwei Zwischen-Stopps, die dem leiblichen Wohl dienten, erreichte man nach 280 km Fahrt mit einem Kleinbus gegen 1.00 Uhr nachts das Hotel am Zielort der Reise, in der 600.000-Einwohner-Stadt Jaroslawl.
Nach Vermittlung von Frau Erythropel sollten in Jaroslawl Gespräche geführt werden mit dem Blasorchester der Stadt mit dem Ziel, eine Partnerschaft zu begründen mit dem Musikzug des GSV Eintracht Baunatal.
Nach einem guten Frühstück im Hotel "KOTOROSL" fuhr man zu einer Probe in das Kulturhaus der Stadt Jaroslawl. Bereits mehrere Wochen vor der Fahrt wurde den Musikerinnen und Musikern notenmaterial zugestellt, um damit ein Konzert vorzubereiten.
Als die Baunataler Delegation den Probenraum betrat, wurde man mit starkem Beifall begrüßt, um anschließend mit der Probe zu beginnen. Unter der Leitung von Andreas Alschinger zeigten die Musikerinnen und Musiker des 35-köpfigen Orchesters, dass es ein sehr hohes Niveau hat. Unterstützt vom russischen Dirigenten Alexander Klimenko und der Dolmetscherin Galina Mucharewa feilte Andreas Alschinger noch an einigen Passagen der zur Verfügung gestellten Musikstücke. Neben Ludwig van Beethoven (Ode an die Freude) und Richard Strauß (Königsmarsch) wurden u.a. bekannte Stücke von Glenn Miller (In the Mood), Andrew Lloyd Webber (Phantom der Oper) und von James Last (Potpourri mit deutschen Volksliedern) einstudiert.
Auch Reiner Heine konnte nicht, wie von ihm geplant, gemütlich den Probenbetrieb beobachten. Die Musiker hatten ein Bariton-Instrument gekauft, damit auch der GSV-Abteilungsleiter mitmusizieren konnte.
Nach einer Stunde wurde die Probe kurz unterbrochen, da ein Fernsehteam die beiden Baunataler Musiker für das Abendprogramm interviewen wollte.
Nach der Probe besuchte man eine medizinische Berufsschule und eine Bildungseinrichtung des Gartenbaues, um anschließend eine der sieben Musikschulen der Stadt Jaroslawl zu besuchen. Das dortige Jugend-Symphonieorchester, ebenfalls geleitet von Alexander Klimenko, präsentierte den Baunataler Gästen "exklusiv" ein Konzert mit klassischen Melodien überwiegend deutscher Komponisten.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Jaroslawl-Stadtfestes aus Anlass der 990-Jahr-Feier der Stadt. Im vollbesetzten Fußball-Stadion der Stadt erlebte man bei über 30 Grad auf dem Rasen ein Spitzenprogramm, dargeboten von ca. 3.000 Mitwirkenden.
Nach einer kurzen Erholungsphase im Hotel fuhr man zu einem weiteren Höhepunkt der Jaroslawl-Expedition: am Ufer der Wolga zeigte das Blasorchester der Stadt Jaroslawl am "Nekrassow-Denkmal" den begeisterten Zuhörern unter der Leitung von Andreas Alschinger und Alexander Klimenko, dass Musik international ist und die Menschen mehr verbindet als es Politiker je schaffen könnten!
Der Tag fand einen stilvollen Ausklang in einem rustikalen Gewölbekeller eines Restaurants. Kaviar und mehrere Gänge wurden nach Landessitte unterbrochen von Trinksprüchen und Wodka, was die Freundschaft endgültig besiegelte.
Der Sonntag stand zunächst ganz im Zeichen der Kultur. Reiner Heine und Andreas Alschinger erlebten eine sehr informative Führung durch die russische Geschichte. Ikonen und russische Baustile wurden von Galina Mucharewa in einem ehemaligen Kloster so anschaulich nähergebracht, als ob sie es persönlich erlebt hätte.
Der Aufenthalt fand seinen Ausklang im Restaurant des Hotels mit einem gemeinsamen Essen (diesmal ohne Wodka!). Es wurde vereinbart, dass die russischen Musikerinnen und Musiker im Jahr 2001 nach Baunatal kommen werden, um die Partnerschaft sowohl musikalisch als auch menschlich zu festigen.
Für das Jahr 2002 ist ein Gegenbesuch des Großenritter Musikzuges in Jaroslawl vorgesehen.
Nach wenigen Stunden Schlaf startete man um 4.30 Uhr am Montag mit dem Kleinbus wieder in Richtung Moskau, nachdem man auf den 27. Geburtstag von Andreas Alschinger mit einem für Musiker untypischen Getränk angestoßen hatte, nämlich mit Tee!
Gegen 16.00 Uhr erreichte man wohlbehalten wieder Baunatal, mit besten Erinnerungen und Eindrücken aus Russland!



Kategorie: Presse
Von: Nils Heine
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