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Besuch aus Rußland 2001

17.01.2001 14:15
Alter: 20 Jahr(e)

Musikzug Großenritte hatte Besuch aus Russland

Mit dem Ziel, eine musikalische und vor allem auch eine freundschaftliche Partnerschaft ins Leben zu rufen, besuchte Alexander Klimenko aus der russischen Stadt Jaroslawl (ca. 300 km nördlich von Moskau) gemeinsam mit seiner Frau Tatjana vom 09. bis 16. Januar 2001 Baunatal. Für Beide war es der erste Besuch im westlichen Ausland überhaupt, weshalb sie auch sehr gespannt waren auf alles, was sie erwartete.
Die Reise wurde gesponsert von der Baunataler HÜTT-Brauerei, in deren Auftrag der Verkaufsleiter Christoph Kämpf (siehe Foto) einen Scheck überreichte.
Alexander Klimenko, Major a.D., leitet neben einem Jugend-Sinfonieorchester das ehemalige Militärorchester der 750 000 Einwohner großen Stadt Jaroslawl, welches nach Auflösung der Sowjetunion als Blasorchester der Stadt eine ähnliche Musik macht wie der Großenritter Musikzug. Aus diesem Grund kam vor fast zwei Jahren die Idee auf, eine Partnerschaft zwischen den beiden Orchestern auf die Beine zu stellen.
Unter Vermittlung von Frau Erythropel besuchten Andreas Alschinger (musikalischer Leiter) und Reiner Heine (Abteilungsleiter) als Delegation des Großenritter Musikzuges Ende Mai vergangenen Jahres Jaroslawl, um erste Kontakte zu knüpfen.
Nach über 40stündiger (!) Zugreise wurden Beide von Andreas Alschinger und Reiner Heine am Bahnhof Wilhelmshöhe begrüßt und abgeholt. Bei zahlreichen Spaziergängen lernten sie in dieser Woche Baunatal und Kassel, vor allem aber den Baunataler Stadtteil Großenritte kennen und lieben. Klimenkos, die bei Familie Heine wohnten, bekamen aber auch sonst noch einiges zu sehen:
Tatjana Klimenko, die Englischlehrerin an einer Jaroslawler Schule ist, besuchte eine Englisch-Vorlesung an der Kasseler Universität und bekam einen Einblick in den Unterricht an deutschen Schulen. Alexander Klimenko besuchte einige Musikfachgeschäfte und notenhandlungen, um nach neuer Musik für seine Orchester Ausschau zu halten. Man besichtigte die Fa. Mollenhauer (Herstellung von Holzblasinstrumenten) in Kassel, besuchte eine Probe des Orchesters vom Kasseler Staatstheater ("Carmina Burana) und bekam einen Einblick in die Räumlichkeiten des Heeresmusikkorps 2, wo sie von Oberstleutnant Willems begrüßt wurden. In Kassel ging man im Bergpark Wilhelmshöhe spazieren, sah den Herkules sowie das historische Gewächshaus und flanierte auf der Königsstraße.
Neben dem gesellschaftlichen Miteinander, dass trotz einiger Sprachprobleme sehr gut funktionierte, stand aber stets die Musik im Vordergrund. Vor dem Konzert der weltbekannten "Harlem Gospel Singers" in der Kasseler Stadthalle, lauschte der Besuch aus Russland einer Big Band-Probe der Lichtenbergschule aus Kassel.
Bei den beiden letzten Proben für das Benefizkonzert des Großenritter Musikzuges (siehe Bericht an anderer Stelle) dirigierte Alexander Klimenko ein Klarinettenkonzert, welches dann zum Höhepunkt des Konzertes am 14. Januar 2001 werden sollte. Auch einer Probe des Brass-Quintettes des Großenritter Musikzuges hörten Beide mit größter Freude zu.
Den eigentlichen musikalischen Höhepunkt stellte dann das Konzert des Großenritter Musikzuges in der evangelischen Kirche in Großenritte dar, wo er vor 250 Zuhörern den dritten Satz aus dem Klarinetten-Konzert in Es-Dur von Karl Stamitz dirigierte, bei dem Andreas Alschinger als Solist auf der Klarinette brillierte. Das begeisterte Publikum belohnte dies mit einem mehrere Minuten andauerndem Applaus.
In guter Erinnerung bleiben wird allen Musikerinnen und Musikern des GSV-Musikzuges auch der gemeinsame Abend nach dem Konzert in der Kulturhalle. Nach kurzen Reden von Reiner Heine und Alexander Klimenko verteilte dieser an alle Anwesenden kleine Gastgeschenke.
Vereinbart wurde der Besuch des Blasorchesters aus Jaroslawl während des Baunataler Stadtfestes vom 24. - 27. Mai 2001 und ein gemeinsames Konzert in der Baunataler Stadthalle am 23. Mai 2001.
Nach 8 Tagen Aufenthalt in Baunatal trat das Ehepaar Klimenko voller neuer Eindrücke am Dienstag um 20.25 Uhr wieder ab Kassel-Wilhelmshöhe die Heimreise an. Am Donnerstag erreichten sie in den Abendstunden wieder Jaroslawl.
Sie bedankten sich sofort nach ihrer Ankunft noch einmal telefonisch bei Familie Heine für die empfundene Herzlichkeit und die Freundschaft, die sie bei allen Menschen hier in Deutschland gespürt hätten.



Kategorie: Presse
Von: Nils Heine
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